IWR-Pressedienst.de

Pressemitteilungen der Energiewirtschaft seit 1999

fotolia 73444491 1280 256

Pressemitteilung

Herausgeber: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)

Klimaschutz braucht Neustart: Investieren statt begrenzen

Münster (iwr-pressedienst) - Der Klimagipfel in Doha ist mit einem Minimalergebnis zu Ende gegangen. Das Kyoto-Protokoll wird bis 2020 verlängert, allerdings nehmen daran nur noch die EU-Staaten, Australien und einige kleinere Länder teil. Diese repräsentieren insgesamt lediglich rd. 15 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen (2011: 34 Mrd. t), teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. "Das Kyoto-Protokoll wird seinem Anspruch nicht mehr gerecht", sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. "Der globale Klimaschutz braucht ein neues Fundament: Die endlosen Begrenzungs-Diskussionen müssen beendet und durch weltumspannende Investitions-Diskussionen über klimafreundliche und CO2-vermeidendeTechniken ersetzt werden", so Allnoch weiter.

Investieren statt begrenzen: Der CERINA-Plan
Ein globaler Investitionsansatz ist der vom IWR entwickelte CERINA-Plan (CO2-Emissions and Renewable Investment Action Plan). Dieses Konzept sieht vor, die CO2-Emissionen in den einzelnen Staaten an Investitionen in klimafreundliche Anlagentechniken zu koppeln. Da die globalen CO2-Wachstumsraten bekannt sind, können rückwärts die nötigen Investitionen berechnet werden, um den CO2-Anstieg zu kompensieren. Über einen einheitlichen Verrechnungspreis lassen sich dann die Investitionen je Land verursachergerecht und transparent ermitteln. Je höher die CO2-Emissionen, desto höher die Investitionen.


Hintergrundinfos zum globalen CO2-Ausstoß
Die globalen CO2-Emissionen haben im Jahr 2011 mit 34 Mrd. t (2010: 33,2 Mrd. t) einen neuen Rekordwert erreicht. Das ist eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber 1990 (22,7 Mrd. t), dem Basisjahr für das Kyoto-Protokoll.
Im Zeitraum von 1965 bis 2011 sind die energiebedingten und vom Menschen verursachten weltweiten Kohlendioxid-Emissionen nach IWR-Berechnungen bereits auf insgesamt 1.030 Milliarden Tonnen angewachsen. Schreibt man die aktuelle Entwicklung des jährlichen CO2-Ausstoßes bis zum Jahr 2020 fort, dann erhöhen sich die durch die menschliche Nutzung fossiler Energieträger entstehenden Emissionen in Summe – in weniger als 60 Jahren – auf knapp 1.400 Milliarden Tonnen Kohlendioxid.


Hintergrundinfos zum CERINA-Plan
Der CERINA-Plan wurde 2009 vom IWR entwickelt und stellt im Unterschied zum Kyoto-Begrenzungsmodell einen Investitionsansatz zur Stabilisierung bzw. Verminderung der globalen CO2-Emissionen dar. Der Grundgedanke: Je höher die CO2-Emissionen eines Landes umso höher die zu tätigenden Investitionen in klimafreundliche Techniken. Über einen einheitlichen CO2-Verrechnungspreis werden die zu tätigenden Investitionen je nach Höhe der Länder-Emissionen transparent ermittelt.
Emissionen und EE-Investitionen für 65 Länder in 15 Sprachen unter www.cerina.org(CO2-Emissions and Renewable Investment Action Plan)
CERINA-Plan auf facebook: www.facebook.com/CERINA.Plan


Münster, den 11. Dezember 2012


Veröffentlichung und Nachdruck honorarfrei; ein Belegexemplar an das
Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) wird
freundlichst erbeten.


Achtung Redaktionen: Für Fragen steht Ihnen Herr Dr. Norbert Allnoch,
Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR), gerne zur
Verfügung.

Soester Str. 13
48155 Münster
Tel: (02 51) 23 946 - 0
Fax: (02 51) 23 946 - 10
E-Mail: info@iwr-institut.de
Internet: http://www.iwr-institut.de



Online-Pressemappe - alle Pressemitteilungen der Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) | RSS-Feed abonnieren


Pressebilder nur für die redaktionelle Verwendung
Hinweis: Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Emittent / Herausgeber der Meldung »Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)« verantwortlich.

Weitere Pressemitteilungen von Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)


Top 10: Meist geklickte Pressemitteilungen von Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)

  1. Comeback der „grünen“ Aktien - RENIXX World steigt 2013 um 89,8 Prozent
  2. Blaues Auge für grüne Aktien: RENIXX fällt 2016 um 15,9 Prozent
  3. Weltweit hohe Nachfrage nach Wind- und Solaranlagen lässt Umsätze um über 40 Prozent klettern - Börsennotierte Unternehmen profitieren weltweit / hohe Wachstumsdynamik 2006 -
  4. Erneuerbare Energien - Aktienindex RENIXX World beendet Mai mit + 3,9% auf neuem Allzeithoch\nRückenwind durch internationale Klimadebatte - Geschäftsklimaindex steigt auf 114,8 Punkte
  5. Strom: Windenergie überholt erstmals Kernenergie in Deutschland
  6. Wind und Solar produzieren doppelt so viel Strom wie alle Atomkraftwerke
  7. Regenerative Aktien: Glänzendes Börsenjahr 2007 \n - RENIXX World steigt um 107,3 Prozent und schließt auf Jahreshoch
  8. Heißer Sommer in Sibirien - IWR wirbt für Einsatz regenerativer Energietechniken in Russland -
  9. Grüne Aktien im Aufwind: RENIXX World gewinnt 31 Prozent in 2015
  10. Klimaschutzziele in Deutschland bis 2020 nicht zu erreichen

Über Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)

Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) wurde 1996 als unabhängige Institution gegründet. Das IWR ist auf zwei strategischen Kernfeldern aktiv:

- Institut - Forschung, Wirtschafts- und Politikberatung auf dem Gebiet der Energiewirtschaft mit Schwerpunkt regenerative Energien, globaler Aktienindex RENIXX World, Branchenkonzept und SLAM-Asset Modell, EE-Geschäftsklima-Index, u.v.m.

- Digitale Medien - Mit dem One-Stop-Media-Shop für das gesamte Spektrum der Energiewirtschaft bietet das IWR Medien-Dienstleistungen für Unternehmen der Energiebranche (Energie-Pressedienst, Marketing, Job- und Stellenbörse, Veranstaltungs-Portal) - im Verbund mit fast 30 Energieportalen - aus einer Hand an.



Zur Chronologie und den Meilensteinen des IWR
Geschichte des IWR und die Welt der Regenerativen Energiewirtschaft

Weitere Informationen zu Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)