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Pressemitteilung

Herausgeber: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW

Grubengas und Erdwärme sind neues Gold der Emscher-Lippe-Region - Fachtagung mit 100 Teilnehmern im IWG in Gladbeck -

Düsseldorf (iwr-pressedienst) - Die Unterstützung und der Ausbau der
Zukunftsenergien in der Emscher-Lippe-Region gehört zu den wichtigsten
Aufgaben der Emscher Lippe Agentur GmbH (ELA), die Kooperation mit der
Landesinitiative Zukunftsenergien NRW ist eng. Bei der Fachtagung
"Energie aus Grubengas und Erdwärme" informierten sich heute 100
interessierte Gäste in Gladbeck über die Versorgung von Immobilien mit der
Energie aus dem Erdreich, dem neuen Gold der Region.

Prof. Dr. Axel Preuße, Moderator der Arbeitsgruppe Grubengas der
Landesinitiative Zukunftsenergien: “In Nordrhein-Westfalen sind schon früh
die Techniken zur Gewinnung und Verwertung von Grubengas entwickelt
worden. Nordrhein-westfälische Unternehmen haben zum Teil mit
Unterstützung aus dem REN-Programm des Landes das notwendige Know-how
entwickelt und damit den Grundstein für eine breite Anwendung im
Steinkohlenrevier gelegt. 39 ausgewiesene Grubengas-Bewilligungsfelder,
Anlagenplanungen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt mehr als 70
MW und geplante Investitionen von mehr als 50 Millionen Euro: diese Zahlen
bestätigen, dass die Unternehmen im Energie- und Technologieland
Nordrhein-Westfalen an der Spitze sind, wenn es darum geht, effiziente
Techniken zu entwickeln und anzuwenden, erneuerbare Energien zu nutzen,
Umwelt und Klima zu schonen und damit Ökonomie und Ökologie zu verbinden.“

Bisher wurden in Deutschland durch den aktiven und stillgelegten
Bergbau jährlich mehr als 1 Milliarde Kubikmeter Methan freigesetzt. In
Blockheizkraftwerken (BHKW) genutzt, lässt es sich aber umweltschonend in
Strom und Wärme umwandeln. Eine umfangreiche Nutzung des Grubengases
scheiterte lange an den geringen Vergütungen für die Einspeisung der
erzeugten elektrischen Energie in das Stromversorgungsnetz. Das änderte
sich mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der Bundesregierung, das im
April 2000 in Kraft trat. Die dort auf 20 Jahre festgeschriebenen
Vergütungssätze von 7,67 Cent je kWh bzw. 6,65 Cent je kWh bei
Überschreitung einer Anlagenleistung von 500 kW machen die notwendigen
Investitionen in die Anlagen zur Grubengasnutzung jetzt wirtschaftlich.
Eine weitergehende öffentliche Projektförderung ist daher nicht notwendig.

Damit Erdwärme für alle Bürger im Land noch einfacher nutzbar wird, hat
die Landesinitiative Zukunftsenergien die "Potenzialstudie Geothermie NRW"
in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wurden auf einer CD-Rom veröffentlicht
und sind für alle Bürgerinnen und Bürger in NRW erhältlich. Konkret
bedeutet dies, dass nun bei jedem Neubau oder auch beim Austausch einer
Heizungsanlage sofort geprüft werden kann, mit welchem Aufwand für
Erdbohrungen auf dem jeweiligen Grundstück zu rechnen ist. Im Internet:
www.gd.nrw.de

Dr. Roland Gaschnitz von der RWTH Aachen führte aus: “Tiefe
Erdwärmesonden mit Bohrtiefen bis zu 2.000 Meter und mehr sind
vorzugsweise für Großgebäude mit einer Nutzfläche zwischen 4.000 und
20.000 m² und zur Versorgung von kleinen, lokalen Nahwärmenetzen geeignet.
Sie sind grundsätzlich standortunabhängig und damit nahe am Abnehmer
einsetzbar. Auf die Verwendung einer Wärmepumpe wird zugunsten einer
größeren Bohrungstiefe verzichtet. Im Rahmen des SuperC-Projektes der RWTH
Aachen wird eine solche tiefe Erdwärme als Demonstrationsvorhaben des
Landes NRW und der EU installiert.“

Die drei bisherigen Wärmepumpen-Wochen der Landesinitiative
Zukunftsenergien NRW waren sehr erfolgreich. Die beteiligten
Handwerksbetriebe verzeichneten bis zu 20 Prozent zusätzliche konkrete
Anfragen. Erster nachweisbarer Erfolg war die Steigerung des Absatzes um
rund 45 Prozent im Jahre 2001. Rund die Hälfte der 7.000 verkauften
Wärmepumpen wurde in NRW hergestellt. Von den bundesweit installierten
65.000 Wärmepumpen sorgten vergangenes Jahr 12.000 in NRW für wohlige
Wärme.

Die Wärmepumpen-Wochen NRW sollen auch 2003 stattfinden. Weitere Infos
bei der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW unter Telefon: (02 11) 8 66
42 - 18 oder über das Internet: http://www.waermepumpen-marktplatz-nrw.de.

Düsseldorf, den 13. Dezember 2002


Veröffentlichung honorarfrei; ein Belegexemplar an die Landesinitiative
Zukunftsenergien NRW wird freundlichst erbeten.



Achtung Redaktionen: Für Fragen steht Ihnen Herr Uwe H. Burghardt,
Pressesprecher der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, gerne zur
Verfügung.
c/o NRW-Wirtschaftsministerium
Haroldstr. 4
40213 Düsseldorf

Tel: (02 11) 8 66 42 - 13
Fax: (02 11) 8 66 42 - 22
E-Mail: energy@mwmev.nrw.de
Internet: http://www.energieland.nrw.de



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