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Pressemitteilung

Herausgeber: IWR, LZE, WTG

100 Experten bei 3. Fachtagung WINDTECH® in Grevenbroich: Windenergie und Umweltschutz bringen sichere Arbeitsplätze

Grevenbroich (iwr-pressedienst) - Zur 3. Fachtagung WINDTECH® über die
technischen und wirtschaftlichen Perspektiven der Windenergienutzung kamen
am 27. November rund 100 Fachleute nach Grevenbroich. Die Landesinitiative
Zukunftsenergien NRW, das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative
Energien (IWR) und die WINDTEST Grevenbroich GmbH zogen als Veranstalter
eine positive Bilanz. Deutschland ist und bleibt das Windenergieland Nr. 1
in der Welt. Rund 40.000 Arbeitsnehmer sind bundesweit im Bereich der
Windenergie tätig.

"Erneuerbare Energien nutzen nicht nur der Umwelt, sondern auch der
Wirtschaft. In der Verbindung von Ökologie und Ökonomie eröffnen sich
große Wachstumschancen für unser Land. Allein in NRW drehen sich rund
1.600 Windenergieanlagen und sorgen an Rhein und Ruhr für mehr als 1.100
MW installierter Leistung. NRW ist bei der Nutzung der Windenergie das
wichtigste Binnenland und steht nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein
bundesweit auf dem dritten Platz. Deutschland steht in Sachen Windenergie
mit Abstand an der Weltspitze vor den USA, Dänemark und Spanien. Im Jahre
2001 waren in Deutschland rund 40.000 Beschäftigte im Bereich Windenergie
tätig und erzielten einen Umsatz von rund 3,3 Mrd. Euro", so Dr.
Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der Landesinitiative
Zukunftsenergien NRW.

Dr. Bernhard Richter, Geschäftsführer der WINDTEST Grevenbroich GmbH
(WTG): "Unsere Messungen auf dem Binnenland-Testfeld für die erste
Generation der Windenergieanlagen (WEA) sind abgeschlossen. Die
Erkenntnisse aus den Messungen wurden zur Optimierung der Serienanlagen
verwendet. Die Erfahrungen aus dem Testfeldbetrieb fließen auch in
Gutachten für die Beurteilung komplexer Standorte mit ein. Schallmessungen
und Standortbeurteilungen werden immer stärker nachgefragt. Mit den
europaweiten Messungen in Spanien (Windmessung mit Sodar) und Frankreich
(Netzeigenschaften eines Prototypens) helfen wir mit, die Windenergie auch
an schwierigen Standorten zu nutzen."

Die Arbeit der Windtest GmbH hat sich auch für den Standort
Grevenbroich positiv entwickelt. Mittlerweile arbeiten 17 festangestellte
Mitarbeiter bei der WTG, vor drei Jahren waren es erst sieben.

"Weltweit hält der Wachstumskurs der Windenergie unvermindert an und
Ende 2002 werden voraussichtlich erstmals mehr als 30.000 MW (2001: 25.000
MW) Windkraftleistung rund um den Globus installiert sein", sagte Dr.
Norbert Allnoch, Leiter des Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative
Energien (IWR) in Münster. Das Bundesland NRW profitiere von dieser
Entwicklung vor allem durch die hier ansässige Zulieferindustrie für die
Herstellung der Windenergieanlagen.

Dr. Allnoch: "In Deutschland werden Ende 2002 Windenergieanlagen mit
einer Leistung von rd. 12.000 MW (2001: 8.712 MW) Strom erzeugen. Die
deutsche Windstromproduktion steigt 2001 voraussichtlich auf rund 15 bis
17 Milliarden Kilowattstunden (2001: 10,7 Mrd. kWh). Das sind über drei
Prozent des gesamten bundesdeutschen Stromverbrauches. Wir bekräftigen die
IWR-Prognose aus dem Jahr 2001, wonach bereits im Jahr 2003 über 20
Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wind erzeugt werden und damit die
Wasserkraft als derzeit noch wichtigste regenerative Energiequelle in
Deutschland von Platz 1 verdrängt wird."


Diese positive Entwicklung ist auch ein Erfolg der Landesinitiative
Zukunftsenergien NRW, die im April ihr sechsjähriges Bestehen feiern
konnte. Sie hat einen wichtigen Anteil daran, zukunftsweisenden
Energietechnologien schneller zum Marktdurchbruch zu verhelfen. Für die
Entwicklung und Markteinführung neuer Energietechnologien hat die
Landesregierung aus dem REN-Programm seit 1988 mehr als 560 Millionen
Euro für ca. 44.000 Förderprojekte aufgewendet. Diese Landesförderung zog
weitere Investitionen von rund 2,5 Milliarden Euro nach sich.


Grevenbroich, den 27. November 2002


Veröffentlichung honorarfrei; ein Belegexemplar an die Landesinitiative
Zukunftsenergien NRW wird freundlichst erbeten.



Achtung Redaktionen: Für Fragen steht Ihnen Herr Uwe H. Burghardt,
Pressesprecher der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, gerne zur
Verfügung.
c/o NRW-Wirtschaftsministerium
Haroldstr. 4
40213 Düsseldorf

Tel: (02 11) 8 66 42 - 13
Fax: (02 11) 8 66 42 - 22
E-Mail: energy@mwmev.nrw.de
Internet: http://www.energieland.nrw.de



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