IWR-Pressedienst.de

Pressemitteilungen der Energiewirtschaft seit 1999

fotolia 73444491 1280 256

Pressemitteilung

Herausgeber: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)

Ökostrom-Produktion sinkt: Verbraucher zahlen trotzdem mehr für Strom

Münster (iwr-pressedienst) - Eigentlich soll mit der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der stetige Ausbau der erneuerbaren Energien finanziert werden. Laut Einschätzung der Bundesregierung könnte die EEG-Umlage im nächsten Jahr kräftig um 20 Prozent auf über 6 Cent pro Kilowattstunde (kWh) zunehmen. Jetzt belegen aber aktuelle Zahlen, dass die EEG-Umlage für die Stromkunden rasant steigen soll, obwohl die Ökostrom-Produktion im Jahr 2013 bisher gesunken ist, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. Nach den Daten der Strombörse EEX haben Wind- und Photovoltaikanlagen in den ersten acht Monaten rd. 1,3 Milliarden Kilowattstunden bzw. 2,6 Prozent weniger produziert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

"Die Ökostrom-Produktion sinkt und die privaten Verbraucher zahlen trotzdem deutlich höhere Strompreise", sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch in Münster. "Die Politik hat es geschafft, dass die Stromkunden nicht mehr für den Ausbau erneuerbarer Energien zahlen, sondern mit der EEG-Umlage immer mehr die niedrigen Strompreise der Großabnehmer und Industrie finanzieren, die auf ein 10-Jahrestief gefallen sind", so Allnoch.

Hintergrundinformationen
Im Jahr 2010 hat die Bundesregierung einen neuen Umverteilungsmechanismus für den EEG-Ökostrom eingeführt. Seitdem steigt die EEG-Umlage immer schneller an. Der Grund: die erneuerbaren Energien werden an der Börse verkauft und senken die Strompreise für die Industrie. Das ist positiv zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland. Gleichzeitig steigt die EEG-Umlage für die übrigen Stromverbraucher, weil diese über die EEG-Umlage die Differenz zwischen den Vergütungen für die Betreiber regenerativer Anlagen und den immer niedrigeren Strompreisen der Großabnehmer bezahlen. Die Spirale beschleunigt sich, weil jetzt immer mehr Firmen auf eine EEG-Befreiung drängen. Mit der Zunahme der Ausnahmeregelungen zahlen immer weniger die EEG-Umlage. Das wiederum lässt die EEG-Umlage noch schneller steigen. Die sinkenden Strompreise und die zunehmenden Ausnahmeregelungen summieren sich in 2013 auf 7 Milliarden Euro, mit denen die privaten Stromverbraucher die Strom-Großabnehmer subventionieren. Tendenz für 2014: steigend.


Münster, den 04. September 2013


Veröffentlichung und Nachdruck honorarfrei; ein Belegexemplar an das
Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) wird freundlichst erbeten.


Achtung Redaktionen: Für Fragen steht Ihnen Herr Dr. Norbert Allnoch, Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR), gerne zur
Verfügung.

Soester Str. 13
48155 Münster
Tel: (02 51) 23 946 - 0
Fax: (02 51) 23 946 - 10
E-Mail: info@iwr-institut.de
Internet: http://www.iwr-institut.de



Online-Pressemappe - alle Pressemitteilungen der Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) | RSS-Feed abonnieren


Pressebilder nur für die redaktionelle Verwendung
Hinweis: Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Emittent / Herausgeber der Meldung »Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)« verantwortlich.

Weitere Pressemitteilungen von Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)


Top 10: Meist geklickte Pressemitteilungen von Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)

  1. Wind und Solar produzieren doppelt so viel Strom wie alle Atomkraftwerke
  2. Solarstrom steigt in der EU auf über 100 Milliarden Kilowattstunden
  3. Seit Fukushima: Deutsche Strompreise sinken um 50 Prozent
  4. Grüne Aktien im Aufwind: RENIXX World gewinnt 31 Prozent in 2015
  5. Energiewende: So viele neue Kohlekraftwerke wie noch nie
  6. Strom: Windenergie überholt erstmals Kernenergie in Deutschland
  7. Blaues Auge für grüne Aktien: RENIXX fällt 2016 um 15,9 Prozent
  8. Klima: Weltweiter CO2-Ausstoß steigt 2011 auf neues Rekordniveau
  9. Rekord: Weltweiter CO2-Ausstoß steigt 2013 erstmals auf über 35 Milliarden Tonnen
  10. Regenerative Aktien: Glänzendes Börsenjahr 2007 \n - RENIXX World steigt um 107,3 Prozent und schließt auf Jahreshoch

Über Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)

Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) wurde 1996 als unabhängige Institution gegründet. Das IWR ist auf zwei strategischen Kernfeldern aktiv:

- Institut - Forschung, Wirtschafts- und Politikberatung auf dem Gebiet der Energiewirtschaft mit Schwerpunkt regenerative Energien, globaler Aktienindex RENIXX World, Branchenkonzept und SLAM-Asset Modell, EE-Geschäftsklima-Index, u.v.m.

- Digitale Medien - Mit dem One-Stop-Media-Shop für das gesamte Spektrum der Energiewirtschaft bietet das IWR Medien-Dienstleistungen für Unternehmen der Energiebranche (Energie-Pressedienst, Marketing, Job- und Stellenbörse, Veranstaltungs-Portal) - im Verbund mit fast 30 Energieportalen - aus einer Hand an.



Zur Chronologie und den Meilensteinen des IWR
Geschichte des IWR und die Welt der Regenerativen Energiewirtschaft

Weitere Informationen zu Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)